Dienstag, 9. Oktober 2012

Das Ende ist stets ein neuer Anfang!

Wir haben schon längere Zeit nichts mehr in unserem Blog und auf dieser Website veröffentlicht. Das hat natürlich seine Gründe. Nach sechs Jahren auf der Insel Graciosa ist für uns die Zeit gekommen Abschied zu nehmen.

Mit dem diesem letzten Post auf diesem Blog verabschieden wir uns bei unseren Lesern.


Die Geschichte ist noch nicht zu Ende - sie geht weiter unter

www.azorvida.eu



Mittwoch, 29. August 2012

Santa Cruz da Graciosa zelebriert den Internationalen Tag der Solidarität


In Partnerschaft mit anderen Organisationen der Insel Graciosa veranstaltet die Stadt Santa Cruz da Graciosa am kommenden Freitag, den 31 August, den Internationalen Tag der Solidarität. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr auf dem Platz Fontes Pereira de Melo.

Geboten werden neben Vorträgen, Musik, Puppentheater und eine Verlosung auch  körperliche Aktivitäten für Kinder und Erwachsene.

Dienstag, 28. August 2012

Archäologen entdecken Felsmalereien auf der Insel Terceira

Der Präsident der portugiesischen Vereinigung für Archäologische Forschung (APIA), Nuno Ribeiro, enthüllte heute die Existenz von Felsmalereien auf der Insel Terceira und  bekräftigt damit die Überzeugung, dass menschliche Besiedlung auf den Azoren bereits weit vor der Ankunft der portugiesischen Seefahrer sich immer deutlicher abzeichnet.

"Die jetzt entdeckten Felsmalereien gehen aller Wahrscheinlichkeit nach bis in die Bronzezeit zurück", sagte Nuno Ribeiro in Ponta Delgada, wo er einen Vortrag an der Universität der Azoren über die "Vor-portugiesische Besiedlung der Azoren - Mythos oder Wirklichkeit?" hielt.
Nuno Ribeiro wies darauf hin, dass in den letzten drei Jahren mehrere Strukturen auf den Azoren entdeckt wurden, die durch ihre Architektur und Konstruktion eindeutig prä-portugiesischer Herkunft sind. "Wir haben eine Inschrift aus der römischen Zeit, Felsmalereien, megalithischen Anlagen, und eine weite Reihe von Strukturen überall auf den Inseln, die auf andere Weise interpretiert werden müssen als es bisher getan wurde", sagte er.
Alleine im letzten Jahr entdeckte der Archäologe mehr als fünf in den Fels gehauene Gräber sowie mindestens 3 frühgeschichtliche "Heiligtümer".
Die Ergebnisse auf den Azoren wurden bereits in wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht und fanden eine große Akzeptanz innerhalb der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft.
Um die bisherigen Ergebnisse weiter zu spezifizieren benötigt das Team Hilfe von Forschern aus GB, USA, Spanien und Deutschland zusammen mit weiteren Genehmigungen der Landesregierung um Ausgrabungen durchzuführen.
"Unser großes Problem ist derzeit, dass die Regierung der Azoren aus Mangel an Mitteln weitere archäologische Untersuchungen nicht finanziert", beklagte Nuno Ribeiro. Weiter führte er aus "es bestehe die große Gefahr, dass die restliche noch vorhandenen Strukturen durch menschliche Eingriffe in der Landwirtschaft gänzlich zerstört werden".

Quelle: Radio Graciosa

Montag, 20. August 2012

Hurrikan GORDON Azoren Liveticker

Auf Graciosa haben wir nichts mitbekommen. Darüber ist auch niemand wirklich unglücklich.

Hurrikan GORDON Azoren Liveticker: In diesem Liveticker werden wir Hurrikan GORDON in den verbleibenden Stunden auf seinem Weg zu den Azoren vorwiegend mit offiziellen Daten begleiten. Post-Zeiten = MESZ.

Live Webcam Ponta Delgada

Credit: climaat.angra.uac.pt
Live Webcam Vila do Porto (Santa Maria)

Credit: climaat.angra.uac.pt












Montag , 20. Agust

02:00
Es geht jetzt eigentlich nur noch um das Warten. Die Prognose war exzellent, GORDONs innerster Kern wird in etwa 4 bis 5 Stunden die südöstlichen Azoren besuchen.

GORDON ist noch immer ein Hurrikan und produziert anhaltende Windgeschwindigkeiten von 140 km/h.

Bei einer verbleibenden Distanz des Kerns von 175 Kilometern bis São Miguel und Sturmwinden, die etwas mehr als 200 km vom Kern festgestellt werden, überrascht es kaum, dass jetzt Sturmwinde von Santa Maria gemeldet werden.

GORDON hat seine Zuggeschwindigkeit (33 km/h) beibehalten, was bedeutet, dass die "Angelegenheit GORDON" für Santa Maria und São Miguel ziemlich schnell erledigt sein wird.


01:00
GORDON baut weiter ab, ist aber immer noch ein Hurrikan (Kategorie 1).

Die Prognose im Fall GORDON - Azoren war sehr zuverlässig.

Nur noch wenige Stunden vor Ankunft des Kerns des Hurrikans auf Santa Maria lautet der Azoren-Zielort GORDONs tatsächlich noch immer: Santa Maria (minimal nördlich).

240 km fehlen dem inneren Kern GORDONs noch bis nach São Miguel. Die max. anhaltenden Windgeschwindigkeiten werden auf 140 km/h geschätzt, der Kerndruck auf 978 mBar. Bei einer Zuggeschwindigkeit von noch immer 33 km/h und Kurs ENE (70°) wird GORDONs innerster Kern in wenigen Stunden bei Santa Maria zu beobachten sein. Der äußere Kern, der Sturmwinde und teilweise auch Hurrikanwinde produziert, erreicht die östlichen Azoren jetzt gerade.

GORDON befindet sich jetzt zu weit östlich, um vom Floater des Goes-Satelliten noch eingefangen werden zu können. Deshalb keine aktuellen Satellitenbilder mehr in der rechten Menüleiste.


Sonntag, 19. August 2012

19:45
GORDON jetzt nur noch Kategorie 1.

GORDON beginnt nun mehr und mehr abzubauen, allerdings geht man immer noch davon aus, dass der Wirbelsturm Santa Maria als Hurrikan passieren wird. Die Entfernung des Kerns bis São Miguel beträgt noch 360 km und GORDON erzeugt noch anhaltende Windgeschwindigkeiten von 150 km/h (eventuell ist die Schätzung etwas großzügig).

Der Kerndruck ist auf 976 km/h gestiegen, die Geschwindigkeit von 33 km/h wurde in den vergangenen Stunden beibehalten.

Es wird jetzt nicht mehr lange dauern, bis die ersten Sturmwinde in Santa Maria ankommen.

19:20
Unsere Leser in der Warnzone sollten sich nun langsam in sturmsichere Unterkünfte begeben.

Glücklicherweise wird alles relativ schnell gehen. Wenn Sie morgen früh zu einer halbwegs normalen Zeit aufstehen - falls GORDON Sie schlafen lässt - sollte das Schlimmste eigentlich schon vorbei sein.

Die aktuellen Modelle zeigen jetzt ganz stark nach unten und GORDON am Beginn des Vorhersagezyklus' mal gerade noch so in der Kategorie 2. Wahrscheinlich wird es bald eine Degradierung zu vermelden geben.

Sie merken, dass die Live-Webcam-Server momentan an ihren Limits arbeiten. Also wundern Sie sich bitte nicht, wenn die Bilder nur langsam oder gar nicht erscheinen.


Samstag, 18. August 2012

Fest in Carapacho 2012


Aktuelles zu "Gordon"


GORDON ist nun wie erwartet ein Hurrikan (Kategorie 1), sollte diesen Status aber kaum länger als 24 Stunden halten können. Man geht weiterhin davon aus, dass der Zyklon zwischen Sonntag und Montag knapp südlich an den Azoren vorbei ziehen wird, allerdings glaubt man jetzt, dass GORDON dabei noch ein Tropischer Sturm sein wird. Es ist möglich, dass Sturmwarnung notwendig wird. Am Ende des aktuellen Vorhersagezyklus' ist jetzt ein leichter Rechtsknick der erwarteten Zugbahn zu beobachten, was bedeutet, dass GORDON vor Portugal sein Ende finden sollte und seine Überreste voraussichtlich nicht nach Nordeuropa ziehen werden.

Quelle: Hurrikansaison

Freitag, 17. August 2012

Tropensturm "Gordon'" in Richtung Azoren unterwegs


Laut Aussage des Meteorologischen Institutes der Azoren ist "Gordon" derzeit noch ein tropisches Tiefdruckgebiet in der Nähe der Bermudas. In den kommenden Stunden wird er sich voraussichtlich in einen tropischen Sturm mit Windgeschwindigkeiten von ca. 100 km/h verwandeln.
Wie sich der Sturm weiter entwickelt hängt von der Lage des Zentrums dieses Tiefdruckgebietes ab. Derzeit geht man davon aus, dass sich Gordon in Richtung der Azoren bewegt und dabei die Ostgruppe der Inseln, also São Miguel und Santa Maria am heftigsten treffen wird. Auch die Zentralgruppe kann je nach Entwicklung mehr oder weniger betroffen sein.

Der Katastrophenschutz der Azoren wird je nach Bewegung rechtzeitig entsprechende Warnungen für die Inseln aussprechen. Für kommenden Sonntag oder Montag ist auf jeden Fall mit starken Wind und sehr viel Niederschlag für die Inseln S. Jorge, Terceira, Graciosa und vor allem S. Miguel und Santa Maria zu rechnen

Nach Angaben des National Hurricane Center in den USA, die den Verlauf des Sturms Gordon überwachen und verfolgen, verwandelt sich ein Tiefdruckgebiet in einen tropischen Sturm wenn die Windgeschwindigkeiten zwischen etwa 63 km/h und 117 km/h liegen.

Freitag, 10. August 2012

EDA und Younicos unterzeichnen "Master Agreement"

Im Rahmen eines Festaktes wurde gestern eine Vereinbarung zwischen den Elektrizitätswerken der Azoren EDA und Younicos unterzeichnet.
"Dies ist eine weiterer Schritt für die Region der Azoren als Pionier in der Nutzung erneuerbarer Energien unter dem Einsatz modernster Technologien" betonte Carlos César, Präsident der Regionalregierung der Azoren.

Die Partnerschaft zwischen EDA und Younicos basiert auf ein Projekt mit einem Kapitalumfang von 25 Millionen Euro auf der Insel Graciosa. Hier werden erneuerbare Energieerzeugung mit Hochleistungsbatterien der nächsten Generation verbunden. Diese Batterien sind der Kern des Projektes da sie auf Änderungen im Netz, die durch Nachfrage oder Energieerzeugung entstehen, unmittelbar reagieren.

Mit diesem Konzept werden mit dem Projekt Graciosa 3 Ziele verfolgt.

  1. Hier geht es darum, die technisch und wirtschaftliche "Machbarkeit" einer derartigen Anlage insgesamt zu demonstrieren. Es handelt sich dabei um die erste Anlage dieser Art. Ausgangspunkt ist die derzeitige Stromerzeugung durch Dieselgeneratoren mit einem Windkraft-anteil von knapp 10 %.
  2. Als zweites Ziel ist vorgesehen, die Stabilisierung des Stromnetzes durch den Einsatz der Batterien zu gewährleisten und die Funktionalität im Betrieb zu demonstrieren.
  3. Das letztes Ziel ist es, zu beweisen, dass es auf den Azoren und vor allem in Graciosa wirtschaftlich machbar ist, einen Netzanteil von erneuerbaren Energien aus der Kombination Wind und Sonne von mindestens 70 % zu erreichen.

Carlos César führte weiter aus: "die aus diesem Projekt gewonnenen Lehren werden wir in der Zukunft erfolgreich verwenden und diese Erfahrung auf anderen Insel replizieren."

Graciosa, mit einer Bevölkerung von knapp 5000 Einwohnern und einer Fläche von 60,9 Quadratkilometer, zählt zu den kleineren Strommärkten.
Nach den Rechenschaftsberichten und der EDA für das Jahr 2010 produziert Graciosa derzeit etwa 14.000 MWh. Dies entspricht insgesamt einen Umsatz von 5,4 Mio. EUR. 92% dieser Energie wird auf der Insel durch Dieselgeneratoren erzeugt, nur 8% durch Windenergie.